2. April 2013

Handwerks-Kunst – Besuch beim Schuster in Oberbayern




Dieser Beitrag ist dem alten Dorf-Schuster gewidmet, der in einem bayerischen Ort bis heute seinem Handwerk nachgeht. Bereits sein Vater hat hier Leisten angefertigt, Leder zugeschnitten, an den selben Maschinen genäht, gepresst oder geschliffen. Der Schuster lebt und arbeitet in einem alten Haus, die Werkstatt gleicht einer Wunderkammer von vor 100 Jahren. Dass die Zeit nicht still gestanden hat, sieht man nur an den modernen Schuhen, die hier von den Dorfbewohnern zur Reparatur gebracht werden. Alles andere ist museumsreif. Der Schuster-Meister zeigt mir voller Begeisterung die verschiedenen Lederarten oder Holz- und Metallnägel, die er zum Besohlen der selbst gemachten Schuhe verwendet. Die dazu gehörigen Leisten liegen gut sortiert in den Wandregalen. Der kleinste Leisten in Größe 21, der größte in 46. In den alten Blechdosen befindet sich der Nagel-Vorrat. Der Schuster fertigt zudem noch per Hand die Schuhe für die dortigen Trachtenvereine – inklusive Leder-Stickereien. Besonders stolz ist er auf seine alten Maschinen, die alle noch per Handkurbel oder Fußpedale angetrieben werden. Aber schaut selbst hinter den geblümten Vorhang: Eine besonders schöne Handwerks-Kunst, die ich dort fotografieren durfte...


Blick in die Werkstatt


































































Leistengröße 21 und 46

Presse zum Besohlen, mit Fußpedalen


Kleine Schuh-Modelle von 1930, noch vom Vater gefertigt


Das 'beste Leder, das es gibt'!

Dieser Ofen beheizt die Werkstatt



Auch schön.

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