13. September 2014

London Diary #2 – Shoreditch & Hoxton



London ist groß, schnell, teuer und sehr voll. Zurück aus der britischen Metropole kommt mir Berlin wie – entschuldigt – ein Dorf vor. Bisher habe ich mich immer geärgert, wenn jemand so über meine Lieblingsstadt gesprochen hat. Ein Dorf... Berlin... pf... Aber doch, ja, bei uns geht es im Vergleich zu London sehr gemächlich zu. Die Straßen sind breiter, leerer, die Menschen hetzen nicht so, die öffentlichen Verkehrsmittel sind zugegebenermaßen auch überfüllt. Aber um in den U-Bahn-Schacht hinunter zu kommen, musste ich mich noch nie in einer Reihe anstellen. In Berlin kann man (noch) günstiger wohnen als in London, auch in Hotels.
Wir wohnten bei Michael, über den ich im letzten Beitrag bereits berichtet habe. Sein kleines Loft in einer ehemaligen Schule in Shoreditch besitzt ein »spare room«, das er über Airbnb (www.airbnb.de) vermietet. Das große Wohnzimmer mit offener Küche, die Schlafetage und das Bad – der wahre Luxus für Londoner Verhältnisse. Pubs, Cafés, schöne Straßen und Plätze und die Tube-Station Old Street sind keine fünf Minuten entfernt. Michael hat einen guten Geschmack, liebt Kunst und das Apartment ist stilvoll eingerichtet. Viele schöne Bilder, Plakate und Fotos schmücken die über 4 Meter hohen Wände. Das größte Bild stammt von den Fotografen Yves Marchand und Romain Meffre. Es zeigt ein seit Mitte der 1970er Jahre leer stehendes Gebäude auf der japanischen (Geister)Insel Gunanjima. Kennt Ihr vielleicht aus dem letzten James Bond Film. Michael erklärt uns stolz die Geschichte des beeindruckenden Fotos, das er in der Pariser Polka Galerie gekauft hat und holt den passenden Bildband über die verlassenen Ruinen Guanjimas aus dem Regal hervor – wow.



Fotokunst: Yves Marchand and Romain Meffre, Gunkanjima 2008, Polka Galerie Paris


East London lässt sich von hier gut zu Fuß und per rotem Doppeldecker erkunden: Streetart rund um die Bricklane, Spittalfield Market, nette kleine Cafés wie das skandinavische »FIKA« (www.fikalondon.com) mit dem Elch aus Kunstrasen an der Wand (und einer kleinen Dachterrasse), Pubs für das Bierchen am frühen Abend am Hoxton Square und jede Menge lässig gekleidete Menschen. Mit dem 243er Bus fahrt Ihr von der Old Street in wenigen Minuten Richtung Hackney. Ich empfehle dort einen Spaziergang entlang des Regent Canals bis zum Broadway Market. Aber davon mehr im nächsten (und letzten) London Diary Beitrag... Cheers!


Streetart im Fenster: Borondo

Café FIKA
Elch/Wandinstallation aus Kunstrasen





Streetart: Fintan Magee



Backstein & Rost

Auch schön.

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