10. Februar 2015

Travel Edition #8 – Mui Né, Vietnam

Klassische Fischer- und die für Vietnam typischen Rundboote


Die sechsstündige Busfahrt von Ho Chi Minh City nach Mui Né in der Provinz Binh Thuan endete an der Hauptstraße des Fischerorts. Der Busfahrer verkündete freundlich bestimmt das Ende der Reise. Man möge hier bitte aussteigen und sich ein Taxi oder eine Motorrad mieten, um zum jeweiligen Guesthouse oder Hotel zu kommen. Wir hatten noch nichts gebucht, wollten aber gerne zum »Backpacker's Resort«, 2 Kilometer entfernt. Das Taxi teilten wir uns mit einer Mitreisenden. Das Hostel war leider ausgebucht und so machten wir uns zu Fuß auf die Suche nach einer anderen Bleibe. Wenige Häuser weiter checkten wir bei »Hiep Hoa« ein. Ein glücklicher Zufallsfund. Der Familienbetrieb wurde 1999 von den Brüdern Hiep und Hoa gegründet. Die Familien der Brüder leben gemeinsam auf dem schönen Grundstück direkt am Meer und kümmern sich um die Gäste. Wir bezogen ein Zimmer mit schrägem Blick auf das Meer. 

Das Guesthouse hat sogar einen eigenen Strandzugang. Hier in Muli Né bläst der Wind recht stark. Deshalb zieht es die (Kite)Surfer an diesen Ort. Die Kiteschulen befinden sich in unmittelbarer Nähe. Wenn am Mittag der Wind zunimmt, herrscht enormer Betrieb auf dem Wasser. Die Profis vollziehen ihre Sprünge, die Anfänger tragen Helme und kämpfen mit den großen Schirmen, den Wellen und dem Wind. 

In Mui Né lebt die Bevölkerung hauptsächlich vom Fischfang und vom Tourismus. Hunderte Fischerboote schaukeln im Hafen. Besonders die Rund- oder Korbboote sind faszinierend. Eine Erfindung aus der Zeit der Kolonialherrschaft der Franzosen. Die Fischer konnten mit dem Bau dieser ungewöhnlichen Boote die Besteuerung von Schiffen umgehen. Noch heute liegen sie an den Stränden und ankern in den Häfen. In fast allen Restaurants gibt es frisches Seafood. In großen Plexiglasbehältern kann man die frischen Fische zunächst in Augenschein nehmen und anschließend bestellen. Auch dicke Kröten und Krokodile sind zu haben. Dafür konnte ich mich allerdings nicht begeistern. Frühlingsrollen, gefüllt mit Shrimps sind mir lieber. 
Neben dem großen Hafen gibt es in der Umgebung Mui Nés drei Ziele, die man als Tourist unbedingt gesehen haben muss. In jedem dritten Haus gibt es ein Tourismus Office, das Touren zu den weißen und roten Sanddünen und zum Fairy Stream anbietet. Wir buchten diese Tour ebenfalls. Mit einem uralten russischen Armee-Jeep wurden wir zuerst am Fluss heraus gelassen, der entlang weißer und roter Felsformationen aus Sandstein fließt. »Forty minutes, forty minutes«, rief uns der Fahrer zu. Dann würde es sofort weitergehen. Zunächst wateten wir mit zwei Australierinnen, Amy und Lou, die wir schon aus dem Bus nach Mui Né kannten, und mit einem jungen Paar aus China durch einen kleinen Rinnsal, dessen Ufer mit Müll verschmutzt war. Das sollte der märchenhafte Strom sein, zu dem alle Touristen gebracht werden? Doch nach etwa fünf weiteren Minuten wurde der Fluss breiter und die Landschaft immer zauberhafter. »Fairy Stream« passte nun eher. Der Sand des Flussbetts war rot, das Wasser klar. Barfuß spazierten wir 20 Minuten flussaufwärts, um dann pflichtgemäß wieder umzukehren. Forty minutes...
Dass es der Jeep noch zu den weißen und später auch noch zu den roten Sanddünen geschafft hat – ein Wunder. Die Fenster fehlten, Amy und Lou mussten im Kofferraum auf Notsitzen Platz nehmen und auf den Sandpisten wackelte und ächzte der Wagen Besorgnis erregend. Unser Fahrer war weder redselig noch besonders freundlich. Bei den Dünen hatten wir neuerliche »forty minutes«. Die mussten reichen. Die »dunes« waren wirklich beeindruckend. Sand so weit das Auge reicht. Sahara feeling kam auf. Die Mädels aus Australien liehen sich bei geschäftstüchtigen Kindern Kunsttoffmatten aus und rutschten die Sandhänge hinunter. Ich habe fotografiert. Die Sonne ging gerade unter, Sand- bzw Windböen kamen auf und die Dünen hätten nicht besser in Szene gesetzt werden können. 

Zurück im Guesthouse fanden wir wirklich ÜBERALL Sand. Nach einer ausgiebigen Dusche machten wir uns auf den Weg zum Abendessen in eines der vielen Restaurants in der Nähe. Life is good.

Hiep Hoa Resort, Beach Side Bungalow, 80 Nguyen Dinh Chieu str., Mui Né, Phan Thiet city, Binh Thuan Province, Vietnam

Kite school


Fangfrisch im Restaurant...

























Blick aus unserem Zimmer
»Hiep Hoa« Seaside Bungalows
»Fairy Stream«




Weiße Dünen
Amy & Lou auf dem Quad

Rote Dünen
Kitesurfer beim Absprung

Fischerboote vor Mui Né

Nicht alles ist immer nur schön...

Auch schön.

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